Spaßfaktor 10 von 10: das Mofarennen in Lüdinghausen

Autoreninfo: Tobias Scheffel, ADAC Westfalen e.V.
Foto: ADAC Westfalen e.V.

Endlich wieder: Mofarennen in Lüdinghausen. Es ist das 12. Mal, dass dieses kleine, feine Highlight an den Start geht. Wie fast alle anderen Events war zwei Jahre lang nichts los. Aber jetzt geht es auf den Mofas wieder rund: Es knattert, es brummt und der Spaßfaktor liegt nach Punkten bei 10 von 10.

Das sind übrigens deutlich mehr Punkte, als Deutschland beim Eurovision Song Contest jedes Jahr abkriegt. Aber egal. Allein schon der Start des Mofarennens ist ein Erlebnis, denn wie im legendären 24- Stunden Rennen von Le Mans gilt: erst rennen, dann rasen. Also Aufstellung gegenüber, dann quer über die Bahn laufen und hoffentlich einen guten Start erwischen, wenn das Mofa dann auch angeht.

Einer der jüngsten Fahrer hier ist Lewis Brathe, der mit der Lüdinghauser Grasbahnlegende Christian „Hülse“ Hülshorst im Team „Kleine 41“ fährt. Auf Motorrädern war Lewis gefühlt schon unterwegs, als er noch gar nicht laufen konnte. Er versucht alles aus dem Mofa rauszuholen.

„Man bekommt am Anfang schon ordentlich Adrenalin, aber wenn man sich daran gewöhnt hat und seine Runden fährt, dann geht das schon. Wir wechseln uns im Team ja auch ab. Wer nicht mehr kann, der fährt in die Box und es wird getauscht.“, erklärt der 14-jährige.

Man sieht schnell, dass dieses Rennen echt anstrengend sein kann. Lewis strampelt. Luis tritt, aber genau wie für alle anderen 22 Teams hier gilt. Geduld haben. Denn die Mofas, die hier 2 Stunden rund um die Strecke am Westfalenring düsen sind vor allem:

„Naja, eigentlich ziemlich langsam. Es geht ja nur um den Spaß. Und es macht Spaß. Ist fast ein bisschen wie E-Bike fahren, nur ein bisschen schneller.“ sagt Dominik Durau, der sonst für den AMSC Lüdinghausen mit einer Enduro unterwegs ist.

Entscheidend ist beim Mofarennen nicht „auffem Platz“, sondern in der Boxengasse. Denn ständig plumpst irgendwo eine Kette runter oder hängt irgendwo was fest. Es wird geschraubt und geschimpft… und dann wieder gerannt. So lange bis auch der störrischste Bock zurück auf der Strecke ist. Egal was passiert, der Spaßfaktor 10 von 10 ist immer da.

Nach genau 2 Stunden ist der wilde Ritt in Lüdinghausen dann geschafft. 

„Es war super und es hatte wieder alles: Spannung, Action, Drama – vor allem hier bei uns in der Box. Danke an mein Team, dass sie das Mofa wieder hingekriegt haben und ich das Rennen zu Ende fahren konnte. Danke an die Organisatoren hier in Lüdinghausen, dass wir endlich wieder hier sein durften.“, freut sich Fahrer Ralf Sindern.

Das Lüdinghauser Mofarennen war wieder ein perfektes Spektakel für jung und alt. Auf- und neben der Strecke. Motorsport von seiner schönsten Seite - mit Teamgeist, Zusammenhalt und dem Spaßfaktor: 10 von 10

Am 17. Mai 2023 geht es dann wieder rund in Lüdinghausen: beim 13. Mofarennen. Den Termin sollte man sich dringend schon mal vormerken.

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