Kultveranstaltung wieder da: das 81. Grasbahnrennen in Lüdinghausen

Autoreninfo: Tobias Scheffel, ADAC Westfalen e.V.
Das 81. Grasbahnrennen mit dem ADAC Motorsport
Foto: Tobias Scheffel

Es ist endlich wieder laut an Christi Himmelfahrt. Das ist Lüdinghausen – und zwar genau so, wie es am Vatertag sein sollte.

Nach drei Jahren geht es auf dem Westfalenring wieder rund. Das 81. Grasbahnrennen ist da und die Fans sind einfach nur glücklich.

„Es ist grandios, wieder hier zu sein. Vatertag ohne Lüdinghausen ist gar kein echter Vatertag. Drei Jahre ohne, war echt schei… also, echt unschön. Die Zeit war einfach verschenkt, umso schöner aber, jetzt hier zu stehen.“, sagen Karlheinz und Sebastian Kost, die aus Bochum angereist sind.

„Hülse“ will den Heimvorteil nutzen. Christian Hülshorst aus dem AMSC Lüdinghausen. Jeder nennt ihn Hülse und wie viel Grasbahn man nach jedem Rennen hier mitschleppt, sieht man an seiner Maschine mit der Nummer 41 richtig gut. Endlich wieder im eigenen Wohnzimmer Vollgas geben – für Christian Hülshorst ein echt gutes Gefühl.

„Echt schön. Ich war die letzten Tage ja schon hier, wegen der Vorbereitungen und dem Mofarennen gestern, aber jetzt kribbelt es so richtig. Ich bin zwar nicht so aufgeregt, wie bei meinem ersten Heimrennen hier, aber echt nah dran. Toll, dass ich hier vor dieser Kulisse wieder fahren kann, sagt der Fahrer aus dem AMSC Lüdinghausen.

Auch die berühmte Südkurve ist wieder voll und manche Fans lassen den Westfalenring aussehen, wie ein Fußballstadion in Italien. Näher dran als die Fans kommt nur Frank Griese. Dafür wird er aber auch den ganzen Tag mit Dreck beworfen. Der Chef des MSC Holzwickede nimmt es mit Humor und sagt ganz trocken dazu: „Jeder kriegt, was er verdient, weißt Du doch!“

Während es für „Hülse“ bei den Rennen am Ende nicht so gut läuft, kämpft sich der zweite Lokalmatador Jens Benneker bis in Finale vor.

„Wundervoll. Es sind viele Freunde hier, viele bekannte Gesichter und diese Hochgeschwindigkeitsbahn, wie es sonst kaum eine zweite gibt, das macht einfach Spaß.“ Erklärt der Fahrer mit der Startnummer 34.

Im Finale ist für ihn zwar nichts zu holen (am Ende Platz 6), doch für seinen Club, den AMSC Lüdinghausen ist das 81. Grasbahnrennen trotzdem ein absoluter Erfolg.

„Wir waren nach der langen Pause natürlich aufgeregt und ein bisschen nervös, aber im Großen und Ganzen ein wirklich gutes Gefühl, das heute hier zu sehen. Toll, wenn man das gemeinsam mit den Clubkameraden schaffen kann und wir jetzt hier ganz normal weitermachen können.“, freut sich der Vorsitzende des AMSC Lüdinghausen, Dirk Schiemert.

Drei Jahre nach dem 80. Grasbahnrennen konnte das 81. endlich starten. So lange warten will hier nie wieder jemand. Und das völlig zurecht. Das 82. Grasbahnrennen in Lüdinghausen geht dann am 18. Mai 2023 an den Start.

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