MSC Pilot Florian Alt IDM Superbike 1000.

MSC Freier Grund e.V. im ADAC erntete viel Lob

Autor: MSC Freier Grund e.V.

ADAC Siegerlandpreis am Nürburgring eine rundum gelungene Veranstaltung

Die neue IDM (Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft) hat dank des Siegerländer Traditionsvereins MSC Freier Grund doch noch die Kurve geschafft. Ohne die Hellertaler hätte es der Industrieverband Motorrad als Promoter der IDM am Wochenende wohl kaum geschafft, die neue Saison ans „Rennen“ zu bringen. „Was die Siegerländer da mit ihrem ADAC Siegerlandpreis am Wochenende in der Eifel geleistet haben, war ganz große Klasse“, schwärmte man nicht nur auf Veranstalterseite.

Ein dutzend Rennen – drei davon bereits am Samstag – spulten die Helfer aus dem Siegerland nach bewährter Manier ab. Und da haben sich die über 30 Jahre Veranstaltungserfahrung deutlich sichtbar gemacht. Ob Rennunterbrechung, Starkregen oder Ölunfall, die Mannen aus dem südlichen Siegerland hatten alles im Griff. Und auch sportlich lief es für den Neunkirchener Verein zur vollsten Zufriedenheit ab. Auch, wenn noch nicht alles ganz nach Wunsch klappte.

Gerade in der Paradeklasse der heimischen Motorsportler waren es die Sidecar-Piloten, die sich etwas mehr erhofft hatten. So die MSC-Piloten Andrè Kretzer und Uwe Gürck. Während sich der Westerwälder Andrè Kretzer mit Beifahrer Jens Lehnertz die Meisterschaft auf die Fahne geschrieben hatte, wollten auch Uwe Gürck und sein Neunkirchener Beifahrer Axel Kölsch vorne mitmischen. Dass beide Teams das Zeug dazu haben, bewiesen sie in den ersten beiden Saisonrennen auf dem Grand-Prix-Kurs. So wurden Kretzer/Lehnertz mit ihrer LCR-Suzuki in beiden Rennen unangefochten Zweite. Allerdings auch mit gehörigem Abstand auf die Schweizer Sieger Markus Schlosser und Thomas Hofer. „Die waren diesmal einfach zu schnell für uns, da haben wir den sicheren 2. Platz vorgezogen“, war von Kretzer zu hören. Doch hinter den beiden Teams wurde erbittert um Platz 3 gekämpft. Darin verwickelt MSC-Pilot Uwe Gürck und Clubkamerad Axel Kölsch, die sich mit einem Superstart vom 7. Trainingsrang auf Platz 3 vorgefahren hatten, sich dann aber heftiger Attacken von Mike Roschner und Anna Burkhard erwehren mussten. Klappte auch bis zwei Runden vor Schluss. „Da habe ich Roschner vorbeigelassen und ihn mir zurechtgelegt“ erklärte Uwe Gürck.

Doch gerade als er ihn überholen wollte, geschah es. Roschner rutschte auf einer Ölspur aus, krachte in die Maschine von Gürck, und beide Teams landeten nicht nur im Kiesbett, sondern die fahrer auch zum Röntgen im Adenauer Krankenhaus. Roschner hatte es an der Schulter erwischt, beim Neunkirchener Axel Kölsch wurden Hand und Fuß gecheckt. Beide Verletzungen verliefen glimpflich ab, und bereits gestern standen sie erneut am Start. Das Duell um Rang 3 wurde fortgesetzt. Wieder behakten sich die beiden Teams, diesmal mit dem glücklicherem Ausgang für Mike Roschner und Anna Burkhard. Die sicherten sich Platz 3 vor Uwe Gürck und Axel Kölsch im Adlof RS BMW Sidecar.

Eine tolle Vorstellung in der Klasse der Dreiräder absolvierte auch die erst 23-jährige Denise Werth vom MSC Freier Grund. Als Jüngste hockte sie im Boot des Schweizers Peter Schröder, dem ältesten Sidecar-Piloten im Feld. Beide hielten sich aus unnötigen Zweikämpfen heraus und profitierten letztendlich vom Ausfall der Konkurrenz. So sprang am Samstag Platz 4 heraus, gestern langte es zum 6. Platz.

Riesenjubel gab es indes im Betzdorfer Team von Diego Romero. Der feierte gleich einen Doppelerfolg seines Schützlings Kevin Wahr in der IDM Supersportklasse 600. Sowohl am Samstag als auch tags darauf dominierte Wahr die gesamte Konkurrenz. Während im ersten Rennen sein ärgster Widersacher Jonas Greitner nach anfänglichen Attacken im Kiesbett landete, wurde Greitner gestern auch nur als Zweiter hinter ihm abgewunken. Heiße Eisen im Feuer hatte der MSC Freier Grund aber auch bei den Superbikern. Da war es besonders Florian Alt aus dem oberbergischen Nümbrecht, der die Farben des heimischen Ausrichters vertrat. Und das machte er zumindest im ersten Rennen der IDM Superbike 1000 prima. Hinter dem Holländer Danny de Boer und Zweifach-Meister Markus Reiterberger aus dem BMW-Superbike-Team kam Florian Alt ganz zur Freude der MSC-Helfer an der Strecke als Dritter vor MSC-Clubkamerad Dominik Vincon über die Ziellinie.

Im zweiten Rennen gab es bei schönem Wetter für Reiterberger dann kein Halten mehr und seine Kollegen hatten das Nachsehen. Florian Alt und der Belgier Bastien Mackels verabschiedeten sich mit einem „Abflug“ ebenso früh aus dem Kampf um den Klassensieg wie Danny de Boer. Für MSC-Pilot Dominik Vincon reichte es derweil mit Platz 3 zum Rang auf dem Podest. Dort landete zur Überraschung aller heimischen Fans auch Dominik Jung aus dem Team Suzuki Debus Siegen im Suzuki GSX-R 1000-Cup. Der 27-jährige Kreuztaler bewies ein gutes Näschen und ließ trotz nasser Strecke die profillosen Rennreifen auf seiner Maschine. Und das sollte sich auszahlen. Im Training noch auf Rang 12, kam Jung bei abtrocknender Strecke immer besser in Fahrt und konnte Platz für Platz gutmachen. Am Ende reichte es für den sympathischen MSC-Piloten zum hervorragenden 3. Rang hinter dem Österreicher Martin Mattivi und Georg Einzmann.

Doch wer noch mehr will, bekommt oft weniger. Das musste auch Dominik Jung erfahren, dem man mit einer anderen Einstellung am Fahrwerk noch eine bessere Platzierung fürs zweite Rennen voraussagte. Doch der Schuss ging nach hinten los. „Das Motorrad ließ sich wesentlich schlechter fahren“, erklärte Jung, der seinen 3. Rang im zweiten Rennen nicht wiederholen konnte und am Ende mit Rang 10 vorlieb nehmen musste. Trotzdem, da waren sich Dominik Jung und auch der MSC Freier Freier Grund als Ausrichter einig: es war ein tolles Rennwochenende am Ring.

Bild: Eine tolle Vorstellung beim Siegerlandpreis am Nürburgring legte MSC-Pilot Florian Alt in der IDM Superbike 1000 hin und wurde im ersten Rennen Dritter.


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