Wo wird die Glocke – Wanderpokal für den Mannschaftswettbewerb der Veteranenrallye – in den nächsten Wochen läuten? Bei Jens Stammerjohann (2.v. l.) in Schleswig-Holstein, bei Michael Meyer (2.v.r) in Frankfurt oder bei Ronny und Robin Lewe (3. v. l.) in Brandenburg? Gisela Köster und Jos Theuns (l.) ist es egal – sie gratulierten allen vieren herzlich.  Foto: Matthias Mausolf
Wo wird die Glocke – Wanderpokal für den Mannschaftswettbewerb der Veteranenrallye – in den nächsten Wochen läuten? Bei Jens Stammerjohann (2.v. l.) in Schleswig-Holstein, bei Michael Meyer (2.v.r) in Frankfurt oder bei Ronny und Robin Lewe (3. v. l.) in Brandenburg? Gisela Köster und Jos Theuns (l.) ist es egal – sie gratulierten allen vieren herzlich. Foto: Matthias Mausolf

Doppelsieg für Ronny Lewe

Autor: Gregor Mausolf, Automobilclub Ibbenbüren

Brandenburger gewinnt Ibbenbürener Veteranenrallye

Ronny Lewe aus Sommerfeld in Brandenburg ist Gesamtsieger der 38. Int. Ibbenbürener Motorrad-Veteranen-Rallye. Damit nicht genug: Mit dem „Knatter-Team“ gewann der 48-Jährige auf einer BSA G25 Colonial Vtwin, Baujahr 1925, auch noch die Mannschaftswertung. Den Gleichmäßigkeitslauf am Samstagnachmittag im Stadion Ost konnte Heinz Kindler aus Schmalfeld in Schleswig-Holstein auf einer Triumph T4, Baujahr 1913, für sich entscheiden.

Dem „Knatter-Team“ gelang es zum zweiten Mal nach 2016, den Mannschaftswettbewerb ganz oben auf dem Treppchen zu beenden. Neben Ronny Lewe gehören sein Sohn Robin – unterwegs auf einer NSU 501T von 1928 –, Michael Meyer aus Frankfurt auf einer Dresch MS350, Baujahr 1929, und Jens Stammerjohann aus Hohenfelde bei Elmshorn dem erfolgreichen Quartett an. Sie hatten im Ziel 200,992 Punkte und lagen damit deutlich vor den anderen Podiumsplätzen mit 260,434 sowie 387,620 Punkten. Rang zwei ging an „Zwei Schrauben – zwei Muttern“ bestehend aus Hannes Walter (Bad Karlshafen, Triumph B125, Baujahr 1939), Jonas Buhmann (Beverungen, BMW R35, Baujahr 1939), Rainer Baldus (Lengerich, Wanderer K500, Baujahr 1928) und Markus Grafe (Westerkappeln, Wanderer 327, Baujahr 1918). Das Podium komplettierte das Team „Schwarze Elster“ mit Rüdiger Jung (Tettau, Triumph B200, Baujahr 1938), Manfred Fröbe (Elsterwerda, Zündapp Derby 200, Baujahr 1935), Karlheinz Genz (Lauchhammer, DKW SB250 Sport, Baujahr 1937) und Heiko Genz (Sorno, DKW KS200, Baujahr 1937).

Mit 27,464 Punkten hatte sich Ronny Lewe gegen 185 Mitstreiter durchgesetzt. Platz zwei im Einzelwettbewerb ging an Andreas Bollmann aus Nürnberg mit einer Ardie TM, Baujahr 1929. Er hatte in der Addition der drei Gleichmäßigkeitsprüfungen 33,24 Punkte. 5,12 Punkte dahinter landete der Drittplatzierte Niels Knudsen aus Aarhus C in Dänemark mit seiner Nimbus II von 1939. Obwohl schon 76 Jahre alt, ist Knudsen erst seit dem Vorjahr als Fahrer bei der Veteranenrallye dabei. 

Beim Gleichmäßigkeitslauf im Stadion galten verschärfte Bedingungen. In die Aschenbahn waren mittels Pylonen drei Schikanen eingebaut worden. Zudem wurde die zu fahrende Geschwindigkeit – auf 1/10-km/h genau – erst kurz vor der Startlinie angezeigt. Dennoch gelang es Heinz Kindler, die Idealzeit mit einer Abweichung von  gerade einmal 0,19 Sekunden nahezu perfekt zu treffen. Auch die Abweichung von 1,29 Sekunden von Jens Weißleder aus Crimmitschau in Sachsen auf der DKW Z500, Baujahr 1927, kann sich mehr als sehen lassen. Reinhard Bättig aus Schmiedrued in der Schweiz war mit seiner Motosacoche 408 von 1927 1,76 Sekunden zu schnell und komplettierte das Podium mit Rang 3. Bester lokaler Fahrer beim Gleichmäßigkeitslauf war Karsten Grafe aus Westerkappeln mit einer NSU 301TS von 1930.

Bei der Veteranenrallye selbst war sein Bruder Markus mit Rang 6 im Gesamtklassement der beste Starter aus der Region. Er gewann damit zugleich die Klasse 2 für Motorräder bis 1918. In der Klasse vier belegte Albert Teeken aus Mettingen auf einem D-Rad R0/4 SW von 1925 den 6. Platz. Dominik Schräder aus Laggenbeck konnte mit seiner Standard Feuergeist von 1935 in die Top10 der Klasse 8 fahren. In der Klasse 9 für Fahrzeuge der Baujahre 1937/1938 belegte Georg Schräder aus Laggenbeck mit seiner Standard Rekord den zweiten Platz gefolgt von Christina Marr aus Westerkappeln mit einer Victoria KR20 EN. Rang 5 in der Klasse 10 erfuhr sich Thilo Hornig aus Ladbergen mit einer BMW R66, Baujahr 1939. Olaf Brönstrup aus Laggenbeck mit dem BMW R75 Wehrmachts-Gespann von  1944 landete auf Rang 9. Platz 5 in der Klasse 11 ging an den Ibbenbürener Manfred Hoppe mit einer Miele 98, Baujahr 1950. Friedel Hemmer aus Mettingen erreichte in der Nachkriegsklasse 12 mit seiner Yamaha RD350LC Typ 4L0 den 6. Rang.


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