Julian Schäffer und Tim Schneider sind Clubmeister im AMC Burbach

Autoreninfo: Steffen Bechtel, AMC Hellertal Burbach-Neunkirchen e. V. im ADAC
Steffen Bechtel

Die Clubmeister der abgelaufenen Motorsportsaison im AMC Burbach heißen Julian Schäffer in der Sparte Automobilslalom und Tim Schneider im Kartslalom. Über 80 geladene Gäste verfolgten die Ehrungen der insgesamt über 30 Aktiven.

Jugendarbeit funktioniert – dass sie außerdem bereits seit 30 Jahren die wichtigste Säule im AMC Burbach darstellt, war selbst für den letzten Zuschauer im festlich geschmückten Bürgerhaus beim traditionellen Herbstball kein Geheimnis mehr. Lauschte man aufmerksam den Worten des neuen Jugendleiters Holger Schneider, so wurde schnell klar, dass das AMC Burbach Junior Team auch in diesem Jahr wieder auf zahlreiche Erfolge in der ADAC Westfalen- und der Siegerlandmeisterschaft zurückblicken konnte. „Ich spare mir eine genaue Aufzählung aller Erfolge, denn das würde sicherlich den Rahmen sprengen“, so Holger Schneider, der es sich dann aber doch nicht nehmen ließ, die größten Erfolge nochmals hervorzuheben. „Die Mannschaft des AMC Burbach Junior Teams erreichte in der ADAC Westfalenmeisterschaft einen sensationellen zweiten Platz, zwei Fahrer konnten den ADAC Bundesendlauf erreichen und zwei Fahrer qualifizierten sich für die Deutschen Meisterschaften“, verkündete der neue Jugendleiter die Erfolge seiner Schützlinge nicht ohne Stolz.

Aber auch in der Siegerlandmeisterschaft war die junge Truppe nicht minder erfolgreich am Start. So bleibt auch der Titel in der Mannschaftswertung wieder beim AMC Burbach und Tim Schneider verpasste den Gesamtsieg in der Einzelwertung nur um 0,296 Punkte. Ein weiterer Mannschaftstitel im Sauerlandpokal rundete die erfolgreiche Saison der Jugendgruppe ab. Der Ausgang der Clubmeisterschaft, zu der sich in diesem Jahr 18 Fahrerinnen und Fahrer qualifiziert hatten, war für den aufmerksamen Verfolger der Ergebnisse der Jugendlichen im Jahresverlauf keine große Überraschung. Mit 126,57 Punkte sicherte sich Tim Schneider mit einem überaus deutlichen Vorsprung von knapp 20 Punkten auf seinen direkten Verfolger nach 2017 erneut den Titel des Clubmeisters im AMC Burbach. Mit 107,35 Punkten auf Rang zwei landete mit Luis Dolle der Gesamtsieger der Clubmeisterschaft des vergangenen Jahres. Der dritte Platz ging mit 102,08 Punkten an den Gesamtsiegerlandmeister des vergangenen Jahres, Fabian Brandt. Den Pokal für den besten Neueinsteiger erhielt Jan Weis und als bestes Mädchen wurde Lara Böhm geehrt.

Über ein besonderes Geschenk durfte sich die Vorstandsmannschaft des Junior Teams und natürlich auch die Kinder und Jugendlichen im Anschluss an die Ehrungen freuen. Zur Unterstützung der Jugendarbeit spendete der Hauptclub des AMC Burbach einen vierstelligen Betrag und überreichte hierzu einen symbolischen Scheck an den Jugendleiter und seinen Stellvertreter.

Neben dem Kartslalom hat aber auch der Automobilslalom im AMC Burbach eine lange Tradition. „Nach dem Kartslalom kommt meist der Automobilslalom und ich finde es spitze, dass der AMC Burbach auch hier wieder sehr erfolgreich vertreten war,“ freute sich Wilfried Bub zu Beginn der Ehrung der Automobilslalompilotinnen und -piloten. „Nicht zuletzt aufgrund unserer neuen, stark besetzten Mannschaft im ADAC Youngster Slalom Cup haben wieder 10 Aktive unter der Bewerbung des AMC Burbach in dieser Saison ins Lenkrad gegriffen“, so der AMC-Vorsitzende weiter. Das Maß aller Dinge war hier einmal mehr Julian Schäffer, der sich mit 68,52 Punkte erneut den Gesamtsieg in der Clubmeisterschaft sicherte und seinen Titel aus dem vergangenen Jahr erfolgreich verteidigen konnte. Der Maschinenbaustudent, der ebenfalls im Kartslalom seine ersten Erfolge feiern und bereits zweimal Gesamtsiegerlandmeister im Kartslalom werden konnte, lieferte sich mit seinem von SKS-Motorsport eingesetzten Opel Corsa einen spannenden Kampf in der Siegerlandmeisterschaft. Die Entscheidung in der bereits seit über vier Jahrzehnten heiß umkämpften VGS-Meisterschaft fiel erst beim letzten Meisterschaftslauf zugunsten des Netpheners, der damit seinen Titel in der Siegerlandmeisterschaft aus dem vergangenen Jahr erfolgreich verteidigen konnte. 55,78 Punkte und Rang zwei in der Clubmeisterschaft hieß es in diesem Jahr für Sabrina Obenlüneschloß, die ebenfalls auf eine erfolgreiche Saison in der Siegerlandmeisterschaft zurückblicken und sich dort den Titel in der Damenwertung sichern konnte. Der letzte verbliebenen Platz auf dem Podest ging an Hardy Hahn. Der Fahrlehrer aus Allendorf konnte mit seinem BMW 49,05 Punkte für die Clubmeisterschaft einfahren was in der Endabrechnung für den dritten Rang reichte. Bester Pilot der neuen 5-köpfigen Youngster-Cup-Mannschaft wurde mit 39,4 Punkten Lukas Böhm, was gleichzeitig der fünfte Platz in der Clubmeisterschaft bedeutete.

Ohne Wertung, aber trotzdem in den Genuss einer Sonderehrung, kamen in diesem Jahr Marvin Otterbach sowie Nicole und Gerhard Jentsch. Marvin Otterbach konnte nach vielen erfolgreichen Jahren im „realen Rennsport“ in diesem Jahr erstmalig auf seine erste Saison im iRacing Rennsport zurückblicken. Die in Amerika entwickelte Online-Rennsimulation ist voll und ganz auf möglichst realistischen, virtuellen Rennsport ausgelegt und bereits seit mehreren Jahren ein in Motorsportkreisen anerkanntes Pendant zum realen Autorennen.

Für ihre Erfolge im Oldtimer- und Orientierungssport wurde das Vater-Tochter Duo Gerhard und Nicole Jentsch geehrt. Wo Gerhard Jentsch in diesem Jahr nur vereinzelt am Start war, blickte seine Tochter Nicole im Interview mit Wilfried Bub auf eine äußerst erfolgreiche Saison als Beifahrerin in verschiedenen Fahrzeugen und mit wechselnder Fahrerbesetzung zurück. Gemeinsam mit ihrem Fahrer Michael Reineck (MSC Niederndorf) erreichte die Vermessungstechnikerin die größten Erfolge in der Westdeutschen Orientierungsmeisterschaft (West-OM) sowie im Rheinlandpokal, die die beiden in einem vereinsübergreifenden Teamprojekt jeweils als Gesamtsieger beenden konnten. Die Leverkusenerin, die in diesem Jahr als stellvertretende Fahrtleiterin der Siegerland Classic maßgeblich in die Organisation der beliebten Oldtimerrallye eingestiegen war, gab schon mal einen ersten Einblick in die Vorbereitungen der nächstjährigen Veranstaltung. „Erste Ideen, wo es die Teilnehmer im nächsten Jahr hin verschlagen wird, haben wir schon - mehr wird aber noch nicht verraten“, ergänzt Gerhard Jentsch. Er hat nach vielen Jahren die Ausarbeitung der Fahrtstrecke im vergangenen Jahr an seine Tochter abgegeben, wirkt aber immer noch gerne an den Vorbereitung der Oldtimerrallye mit, die im nächsten Jahr bereits zum 14. Mal ausgetragen wird.

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