66. ADAC Westfalenfahrt fällt dem Eifelwetter zum Opfer

Autoreninfo: Tobias Scheffel, ADAC Westfalen e.V.
66. ADAC Westfalenfahrt (ADAC Motorsport))
Foto: ADAC Westfalen e.V.

Der Saisonauftakt der Nürburgring Langstrecken-Serie konnte nicht wie geplant durchgeführt werden. Nachdem das Zeittraining am Samstagmorgen kurzzeitig aufgenommen wurde, musste es nur wenige Minuten später aufgrund einsetzenden Schneefalls mit der roten Flagge unterbrochen werden. Eine Wiederaufnahme war nicht möglich.

Die Rennleitung machte sich nach der Unterbrechung in regelmäßigen Abständen ein Bild vom Zustand der Rennstrecke und kontaktierte unterschiedliche Wetterdienste für Vorhersagen. Daneben fanden Gespräche mit den Fahrersprechern und der Reifenindustrie statt. Um 11:30 Uhr folgte dann die Absage: „Die aktuellen Streckenverhältnisse lassen eine sichere Durchführung des Rennens nicht zu. Zudem ist für den Nachmittag keine deutliche Wetterbesserung in Aussicht“, sagte Rennleiter Frank Taller. „Das ist halt die Eifel…“ fügte er noch hinzu.

Zustimmung erhielt die Rennleitung unter anderem von Nico Menzel, der ab diesem Jahr neben Johannes Scheid und Michael Bonk als Fahrersprecher der Nürburgring Langstrecken-Serie fungiert: „Man kann heute niemandem einen Vorwurf machen. Als wir um kurz vor halb acht rausgefahren sind, betrug die Asphalttemperatur 5 °C. Es waren zwar kalte, aber machbare Bedingungen. Ich bin dann im Schwalbenschwanz in das Schneetreiben gekommen. Es bildeten sich schnell Eiskristalle auf der Strecke und der Grip war schlagartig weg. Eine deutliche Wetterbesserung war zum Zeitpunkt der Absage nicht in Sicht. Bei den unbeständigen Bedingungen wäre das Risiko eines Rennens einfach zu groß.“

Groß war die Enttäuschung bei Christian Stephani, Geschäftsführer VLN VV GmbH & Co. KG: „Das gesamte Organisationsteam hat in den vergangenen Wochen sehr viel Arbeit investiert, um die Veranstaltung unter Pandemiebedingungen möglich zu machen. Am Ende bleibt uns die Gewissheit, dass organisatorisch alles funktioniert hat. Natürlich wären wir gerne Rennen gefahren und hätten den Fans packende Action aus der Grünen Hölle nach Hause geliefert. Aber das Wetter können wir leider nicht ändern. Jetzt blicken wir nach vorne.“

Das zweite Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie, das NIMEX 45. DMV 4-Stunden-Rennen, findet am 17 April 2021 statt.

Die Highlights des „Wintersports am Nürburgring“ seht ihr im Video.

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