ADAC Zielfahrten

Zielfahrten

Bei einer Zielfahrt muss ein vom Veranstalter benannter Zielort, meistens der Sitz des veranstaltenden Automobilclubs, innerhalb eines bestimmten Zeitraumes angefahren werden. Mit der Veranstaltung wird der Zweck verfolgt, die Teilnehmer mit den Besonderheiten der Stadt, der Umgebung oder der Landschaft vertraut zu machen. Dabei sind der Startort, die Fahrtstrecke und die Zielankunft frei wählbar. Der Zeitraum dieser Veranstaltung erstreckt sich über mindestens 5 Monaten. Es gibt keine Ergebnisliste und meistens keine Preise, da keine Aufgaben erfüllt werden müssen. Es wird nur eine sogenannte "Bordkarte" mit der Anschrift des Teilnehmers an einer Zielkontrolle abgeben, eventuell eine Teilnahme-Erklärung ausgefüllt, das Nenngeld bezahlt und gegebenenfalls gegen ein zusätzliches Aufgeld, eine Plakette oder ein Pokal als Erinnerung erworben. Mehrere Zielfahrten eines Veranstalters werden zeitlich getrennt durchgeführt und überschneiden sich nicht.

Sonderwertungen:

Außer dieser sogenannten "Einfachen Zielfahrt" werden in Einzelfällen noch Sonderwertungen ausgeschrieben, für die ein zusätzliches Nenngeld entrichtet werden muss. In den meisten Fällen ist ein Lösungswort vorgegeben, das sich aus den Anfangsbuchstaben der Orte ergibt, die entsprechend der Aufgabenstellung und Wertung anzufahren sind. Eine Sonderwertung beinhaltet jedoch auch die Aufstellung einer Ergebnisliste und die Vergabe von Pokalen oder Preisen an ca. 20 bis 30 % der Teilnehmer dieser Sonderwertung.

Beispiele von Sonderwertungen:

Eine ganz bestimmte Straßenkarte ist vorgegeben, die zu besorgen ist. Jeder Anfangsbuchstabe eines Ortes, z. B. in Nordrhein-Westfalen, der in dieser Karte eingetragen ist, kann zur Wertung herangezogen werden. Ein sogenanntes "Masterwort", zum Beispiel "EMS", wird vorgegeben. Jetzt werden zu Hause auf der vorgeschriebenen Karte drei Orte in NRW mit den Anfangsbuchstaben "E", "M" und "S" gesucht. Mit einem Lineal wird die Luftlinienentfernung auf dieser Karte von dem Ort mit dem Anfangsbuchstaben "E" zum Ort mit dem Anfangsbuchstaben "M" gemessen. Ebenfalls die Entfernung vom Ort "M" zum Ort "S". Zum Schluss werden diese beiden Entfernungen addiert. Wenn der Veranstalter vorschreibt, dass die Entfernung von Ort "E" über "M" nach "S" möglichst klein sein soll, müssen drei möglichst nahe beieinander liegende Orte gefunden werden. Dann fährt der Teilnehmer, entsprechend den Vorgaben in der Ausschreibung zu einem dieser Orte und lässt sich die Anwesenheit, je nach Vorgabe des Veranstalters, zum Beispiel durch den Stempelabdruck einer Tankstelle quittieren, oder es ist ein Foto von dem Ortsschild und dem Pkw zu machen. Bordkarte mit Foto und/oder Stempel werden im Laufe des Veranstaltungszeitraumes an der Zielkontrolle abgegeben oder dem Veranstalter zugesandt. Der Veranstalter wertet jetzt, auf der gleichen vorgeschriebenen Karte, die von den Teilnehmern gefundenen Strecken aus. Mehrere Teilnehmer werden verschiedene Strecken finden. Der Teilnehmer mit der kürzesten Luftlinienentfernung auf der Karte von Ort "E" über "M" nach "S" hat diese Sonderwertung gewonnen und erhält den ersten Preis. Etwas Ähnliches ist die „Weitfahrerwertung“, bei der die weiteste Entfernung gewertet wird.

Oder die Scrabblewertung:

Ein Masterwort ist vorgegeben. Jeder Buchstabe des Alphabets wird mit einer bestimmten Punktzahl belegt. Die einzelnen Buchstaben eines Ortsnamens auf der Karte erhalten somit einen gewissen Wert. Die Punktzahlen sämtlicher Buchstaben der Ortsnamen werden zusammengezählt, es gewinnt zum Beispiel derjenige, dessen angefahrene Orte zusammen die höchste Punktzahl ergeben.


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