Jan Deitenbach bei der Saison 2019 des SuperMoto IDM.

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen!

Autor: Tobias Scheffel, ADAC Westfalen e.V.

Neues Team, neue Motorradmarke, neuer Reifenausstatter – und dazu ein umfangreiches Programm mit Rennen in 10 Ländern auf 2 Kontinenten - mit großen Veränderungen geht Jan Deitenbach (Lizenznehmer des ADAC Westfalen) in die Saison 2019 des SuperMoto IDM. Beim Saisonstart in Harsewinkel lief es aber noch nicht wirklich rund.

Mit dem Heimrennen für Fahrer und Team Bergos-Husqvarna startete im westfälischen Harsewinkel die SuperMoto IDM. Nach intensiven Testfahrten im Frühjahr war der Iserlohner zuversichtlich und setzte im freien Training mit der Bestzeit direkt mal Maßstäbe. Doch ausgerechnet im Qualifying patzte Jan Deitenbach. Es reichte nur zu Startplatz 9 in der dritten Startreihe. Keine gute Ausgangsposition.

„Es hatte den ganzen Nachmittag geregnet und war sehr schmierig, und ich bin einfach überhaupt nicht in meinen Rhythmus gekommen.“, erklärte er etwas geknickt.

Am Renntag zeigte sich das Wetter etwas einsichtiger - es war kalt aber trocken. Beim Start zum ersten Rennen konnte Deitenbach zwei Plätze gut machen, aber dann ging es zunächst nur zäh weiter. Rundenlang kämpfte er auf Platz 6 mit seinem Teamkollegen Toni Krettek, dann lag er nach einem Ausrutscher des Kontrahenten auf Platz 5. Zum Ende fuhr er Rundenzeiten wie die Spitze, und im Ziel fehlten nur wenige Meter auf den vierten Rang.

„Immerhin bin ich die drittschnellste Runde gefahren, nur minimal langsamer als der Sieger. Das stimmt mich zuversichtlich“, so der Lizenznehmer des ADAC Westfalen. 

Im zweiten Rennen gelang der Start etwas besser - Deitenbach war in den Top 5 unterwegs. Doch er konnte das Tempo nicht ganz mitgehen. Kleine Rutscher ließen ihn sogar auf Platz 7 zurückfallen. Am Ende zog er das Tempo wieder an und erreichte erneut Platz 5. 

„Das war nicht nach Plan. Das Motorrad hörte und fühlte sich schon in der Aufwärmrunde etwas anders an. Das hat mich nervös gemacht. Als ich dann aber auf sieben zurück war, habe ich mir gesagt: Egal, alles oder nichts.“

Im Ziel war es dann am Ende noch Platz 5. Ein glücklicher Erfolg, wie sich bei der Untersuchung des Bikes einen Tag später herausstellte. Denn mit dem Defekt hätte es wohl nicht mehr lange funktioniert.

Schon an diesem Wochenende geht es im sächsischen Großenhain in die nächste Runde der SuperMoto IDM. Für Jan Deitenbach kann das Rennwochenende gar nicht früh genug kommen – er ist heiß auf viel mehr als „nur“ Platz 5.


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