Camper gehen ins Kloster

Autor: Thomas M. Heitkämper, Camping-Club Münster e.V. im ADAC

Das Kloster Gerleve liegt inmitten der idyllischen münsterländischen Parklandschaft und wird von Touristen gern besucht. Aber: was machen die Benediktinermönche dort, wie sieht ihr Tagesablauf aus, welche Arbeiten verrichten sie? Viele Fragen, die die interessierten Mitglieder des ADAC Camping-Club Münster gern einmal stellen wollten.

Dank der Vermittlung von Antonia und Norbert Hahn trafen sich 40 Clubmitglieder im Kloster Gerleve mit Pater Christian. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Thomas M. Heitkämper im Café‘ des Klosters, übernahm Pater Christian die Leitung und erzählte zunächst einmal aus seinem eigenen Werdegang zum Eintritt in den Benediktinerorden.

Deutlich wurde, dass nach eigener intensiver Prüfung und Vorbereitung seine innere Berufung ausschlaggebend für den Weg in das klösterliche Leben war. Dass das Leben der Mönche täglich, mit den „Vigilien“ (lat. Wache oder Nachtwache) am sehr frühen Morgen bis zur späten „Komplet“ (lat. Schlussandacht), weitgehend dem Gebet gewidmet ist, darf nicht über die vielfältigen Aufgaben, wie die Seelsorge, Forschung und Lehre hinwegtäuschen. Aber auch handwerkliche Tätigkeiten wie Druckerei und Buchbinderei, sowie Krankenpflege und Hausarbeiten gehören zu den täglichen Aufgaben.

Pater Christian musste dabei viele Fragen für unsere Mitglieder beantworten:

„Kann man aus dem Kloster austreten?“,
„Gibt es mal Streit unter den Mönchen?“,
„Haben einige Mönche Probleme mit dem Zölibat?“,
„Dürfen die Benediktiner einem Hobby nachgehen?“,
„Wie werden Konflikte gelöst?“,
„Warum dürfen Frauen die Räumlichkeiten nicht betreten – ist das noch zeitgemäß?“,
„Haben Mönche auch Urlaub?“

Alle waren beeindruckt, dass Pater Christian die vielen Fragen sehr ehrlich und offen beantwortete. Nach der langen Diskussionsrunde nahmen viele ADAC Campingfreunde noch an der abendlichen „Komplet“ teil, die zu Ehren des heiligen Benedikt besonders feierlich war.


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