Zukunft passiert nicht von allein – sie wird gemacht

Autoreninfo: Janine Lollert, ADAC Westfalen e.V.
Foto: ADAC Westfalen

45 Menschen: der jüngste 15 Jahre, der älteste über 70 Jahre alt. Hauptamt und Ehrenamt. Azubi und Führungskraft. Aktive Motorsportler, Touristiker, Eltern von aktiven Motorsport-Kids, Vorstände, Ortsclubvertreter – sie alle kamen zum ersten westfälischen Zukunftsforum. Die meisten Teilnehmenden kannten sich vorher nicht und doch entstand innerhalb kürzester Zeit etwas, das man nicht planen kann: Echte Dynamik.

„Wir haben uns mit dieser Pilotveranstaltung an unsere Ortsclubvertreter und unser Hauptamt gewandt – und wie man sieht: Eine Menge Menschen sind gekommen und wollten mit uns an den Themen arbeiten“, beschreibt ADAC Westfalen Vorstandsvorsitzender Bernd Kurzweg den Auftakt.

Das Zukunftsforum Westfalen ist aus der bundesweiten Projektinitiative „Zukunft als Verein“ entstanden. Dort arbeiten Kerngruppe und Zukunftsgruppe – mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlichster ADAC Organisationen und Positionen aus ganz Deutschland – an der Frage, wie der ADAC als Verein langfristig stark bleibt. Mit dem Zukunftsgipfel Anfang 2025 fiel der offizielle Startschuss, seitdem wird intensiv an Ideen, Strukturen und Perspektiven gearbeitet.

Doch in Westfalen wollten wir noch einen Schritt weitergehen – näher an die Basis. „Wir haben gesagt: Lasst uns die Initiative ein Level tiefer bringen – dahin, wo es konkret wird: zu den Ortsclubs“, so Bernd Kurzweg weiter. Gemeinsam mit Geschäftsführer Ferry Franz, beide Teil der bundesweiten Kerngruppe, wurde das Zukunftsforum als Pilot in Dortmund ins Leben gerufen.

Und was dann passierte, überraschte selbst die Initiatoren. „Wir haben hier 45 Menschen vor Ort, die sich größtenteils vorher nicht kannten – und wie schnell da eine Dynamik entstanden ist, das war sensationell“, beschreibt Ferry Franz begeistert. Tatsächlich mussten die externen Moderatoren Rasmus Belter und Bettina Volkens die Gruppe zu Beginn sogar leicht bremsen, weil viele am liebsten sofort Lösungen entwickeln wollten, bevor die Probleme vollständig gesammelt und beleuchtet wurden.

In intensiven Arbeitsphasen wurde diskutiert, hinterfragt, priorisiert – immer lösungsorientiert, immer respektvoll, immer mit voller Begeisterung. Am Ende kristallisierten sich fünf konkrete Themen heraus: Gemeinsame Erlebnisse von Mitarbeitenden und Ortsclubs, stärkere Sichtbarkeit der OC‘s in den ADAC Westfalen Geschäftsstellen, ein Relaunch des ADAC-Clublebens inklusive App und zuzüglich einer Art Marktplatz mit Tauschbörse, die Idee einer Jugendorganisation sowie eine regionale Bewerbung der Ortsclubs.

Themen, die greifbar sind. Umsetzbar. Und vor allem: Gemeinsam gedacht. Also realistische Ziele, die man anpacken kann.
„Es geht nicht nur um die Ergebnisse dieses Wochenendes“, betont Ferry Franz. „Es war ein Testlabor. Ein Format, das wir auch in anderen Regionalclubs ausrollen können.“

Wir in Westfalen haben dafür eine Vorreiterrolle eingenommen und das Format auf die regionale Ebene geholt. Das geht nur mit aktiven und motivierten Ortsclubs, die bereit sind, gemeinsam etwas zu verändern, um den Verein zukunftsfähig aufzustellen.

Und das Zukunftsforum Westfalen hat gezeigt: Wenn unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen, entstehen vielversprechende Ideen. Und genau so fühlt sich ein erster großer Schritt Richtung Zukunft an.
 

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Janine Lollert