Tiefe Betroffenheit nach tödlichem Unglück in Recklinghausen

Autor: Tobias Scheffel, ADAC Westfalen e.V.

Der ADAC Westfalen und das Fahrsicherheitszentrum Recklinghausen trauern um den Motorradfahrer, der am Samstag, den 15. Juni auf dem Verkehrsübungsplatz gestorben ist. Der gesamte Vorstand, alle Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer des ADAC Westfalen e.V. sind in Gedanken bei den Hinterbliebenen und wünschen Familie und Freunden viel Kraft für diese schwere Zeit.

Der verunglückte Fahrer war ein gern gesehener Gast in unserem Fahrsicherheitszentrum in Recklinghausen - er hatte bereits mehrere Trainings bei uns absolviert und wir waren beeindruckt von seinem Engagement im Sinne der Fahrsicherheit.

Wie es zu dem tragischen Unglück kommen konnte, ist bisher ungeklärt. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln zum jetzigen Zeitpunkt noch. Der verunglückte Teilnehmer fuhr auf einer breiten Fahrbahn in eine großzügige Linkskurve, die viel Sicherheitsfläche nach außen bietet und mit maximal 40-45 Km/h durchfahren wird. Aus ungeklärten Umständen fuhr er dann offenbar quer über die zwei äußeren Fahrbahnstreifen und über die angrenzende Wiese und prallte mit seiner Maschine gegen einen Baum. Wieso er in der Kurve nicht weiter der Strecke folgte ist noch völlig unklar.

Zeugen des Unglücks gibt es nicht, da der verunglückte Fahrer der Letzte in seiner Gruppe war. Eine direkt nachfolgende Gruppe entdeckte den verunglückten Motorradfahrer schon eine halbe Minute später. Der Trainer dieser Gruppe leistete gemeinsam mit einem Teilnehmer sofort Erste Hilfe. Die Rettungskräfte waren nur wenige Minuten später vor Ort, konnten aber nur noch den Tod des Verunglückten feststellen.

(In eigener Sache: Zu den im Nachgang des Unglücks erfolgen TV-Berichten möchten wir an dieser Stelle folgendes sagen: es ist aus unserer Sicht pietätlos und unnötig, ein so tragisches Unglück dafür zu nutzen, eine Diskussion über die Lärmbelastung und eine mutmaßliche, in keiner Weise belegten, Gefährdung der Anwohner vom Zaun zu brechen. Wir vom ADAC Westfalen sind gerne bereit in naher Zukunft mit den Anwohnern in einen Dialog zu treten und eventuelle Probleme und Ärgernisse zu besprechen. Allerdings war dies jetzt der dafür denkbar ungünstigste Zeitpunkt und dem tragischen Unglück nicht angemessen, vor allem aus Rücksicht auf die Familie des Verunglückten. Wir hätten uns gerade vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk mehr Umsicht und Feingefühl erhofft. Ein Mensch ist aus bisher ungeklärter Ursache ums Leben gekommen- das ist die eigentliche und unfassbar traurige Nachricht gewesen. Der ADAC Westfalen hätte sich gewünscht, dass die Berichterstattung sich auch damit beschäftigt. Schade, dass das von Seiten der Reporter anders gesehen wurde.)

UPDATE 25.06.2019: Die Todesursache des verunglückten Fahrers wurde geklärt. Für alle Informationen der zuständigen Polizeibehörde Recklinghausen bitte hier klicken: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.presseportal.de/blaulicht/pm/42900/4305539


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