Starker Auftritt von Oliver Frisse wird nicht belohnt

Autoreninfo: Oliver Frisse
Foto: Tom Tomov

Beim zweiten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie zeigte Oliver Frisse eine beeindruckende Leistung, blieb am Ende jedoch ohne Sieg.

Nach dem enttäuschenden Ausfall im Auftaktrennen – Frisse musste seinen BMW 325i auf führender Position bereits nach einer Runde mit Getriebeschaden abstellen – war die Motivation für das zweite Rennen umso größer.

Das Qualifying verlief allerdings alles andere als optimal: Ohne eine freie Runde blieb Frisse nur der fünfte Startplatz. Für den Routinier, der 2026 bereits seine 13. Saison auf der Nordschleife bestreitet, jedoch kein Grund zur Sorge.

Und tatsächlich: Frisse erwischte einen perfekten Start. Bereits nach wenigen Kurven übernahm er die Führung in der BMW 325i Challenge und setzte sich in der Folge souverän an der Spitze fest. Mit konstant schnellen Rundenzeiten baute er seinen Vorsprung kontinuierlich aus und übergab das Fahrzeug nach rund 90 Minuten mit beeindruckenden 45 Sekunden Vorsprung an Teamkollege Henning Hausmeier.

Doch dann die Wende: Beim Verlassen der Boxengasse überschritt Hausmeier die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Die Folge war eine Stop-and-Go-Strafe, die das Team weit zurückwarf. In der Folge fand Hausmeier nicht mehr in seinen Rhythmus und verlor weitere wertvolle Sekunden.

Für den Schlussspurt übernahm Frisse erneut das Steuer und startete eine Aufholjagd. Mit großem Einsatz kämpfte er sich noch bis auf Rang zwei nach vorne – doch für den Sieg reichte es am Ende nicht mehr.

„Wir sind ein Team, und Fehler gehören dazu“, zeigte sich Frisse nach dem Rennen fair. „Ohne die Strafe hätte uns heute wohl niemand schlagen können.“

Trotz des verpassten Sieges nimmt Frisse viel Positives aus dem Rennen mit – insbesondere die starke Pace und der dominante erste Stint machen Hoffnung für die kommenden Aufgaben.

Bereits am nächsten Wochenende steht mit den 24h Qualifiers am Nürburgring die nächste Herausforderung an. Dort wird Frisse an beiden Tagen jeweils ein Vier-Stunden-Rennen bestreiten – ein wichtiger Schritt in Richtung Saisonhighlight, dem 24-Stunden-Rennen im Mai.

Für zusätzliche Spannung könnte ein prominenter Name sorgen: Gerüchten zufolge wird auch Formel-1-Weltmeister Max Verstappen an den Start gehen und sich im GT3-Fahrzeug auf den Langstreckenklassiker vorbereiten.
 

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