Motorradfahren wie die Großen

Autoreninfo: Anne-Sophie Barreau, ADAC Westfalen e.V.
Anne-Sophie Barreau

Selbst Motorradfahren und echtes Motorradfeeling erleben – die ADAC Road Racing Academy macht das für Kids zwischen 6 und 13 Jahren in nur wenigen Stunden möglich. Beim Schnupperkurs in Rüthen am 26. Juli wurden die kleinen Racer fit für den Motorsport gemacht. Das Fahrsicherheitszentrum Kaiserkuhle ist einer von insgesamt 12 Stützpunkten.

Ein bisschen aufgeregt ist sie schon, gibt Finja Niehues zu. Dann setzt die 8-Jährige den Helm auf und steigt auf das gelbe Mini-Bike. Das Herz klopft, der Motor knattert. Mit ihrem Vater ist sie schon bei Motorradtouren mitgefahren, heute sitzt sie selbst am Lenker. „Ich hatte einfach Lust es einmal selbst auszuprobieren“, sagt sie. Ein unglaubliches Gefühl! Denn das Mini-Bike ist wie ein richtiges Motorrad, nur eben in klein. Schaltung, Bremse, Kupplung – hier funktioniert alles wie bei einem großen Bike.

Finja ist einer der 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die heute reinschnuppern. Bevor sie mit dem Mini-Bike durchstartet, hat sie auf dem „Pocket-Bike“ geübt: Das ist so klein, dass es fast in eine Tasche passt und funktioniert ohne Schaltung. Beim Start hilft Trainer Armin Winter. Gemeinsam geht er mit Finja nochmal alles durch, was für die Fahrt auf dem Motorrad wichtig ist. Und dann geht es los!

Echtes Motorradfeeling für die kleinen Racer

Bis zu 70 km/h fahren die Kids auf der Strecke in Rüthen. An nur einem Tag lernen sie hier ganz einfach das Motorradfahren. Bevor es auf die Strecke geht, erklären die Trainer Armin Winter und Marvin Witter genau, wie die Bikes funktionieren und wie man damit umgeht. Zum Programm gehört auch ein Aufwärmtraining. Das Wichtigste dabei ist, das die kleinen Rennfahrer sich auf den Bikes wohlfühlen. Alle Teilnehmer werden außerdem mit professionellem Equipment ausgestattet. Dazu gehören Lederkombi, Helm, Stiefel und Handschuhe. Denn: Sicherheit geht natürlich vor!

Dafür sorgen in Rüthen auch die vielen Helfer des MSF Sauerland. Ottmar Bange und sein Team haben die Strecke im Blick, geben Tipps zum Motorradfahren und sind sofort zur Stelle, wenn ein Fahrer mal Hilfe braucht. Kurz gesagt: Ohne sie läuft an der Strecke gar nichts.

Für Jürgen Hieke, Vorstandmitglied für Sport und stellvertretender Vorsitzender des ADAC Westfalen, ein sehr erfolgreicher und wichtiger Tag: „Es freut mich, dass wir neben vielen anderen Nachwuchsprojekten nun auch ein Angebot für den Motorrad-Straßenrennsport im ADAC Westfalen geschaffen haben. Bei der ADAC Road Racing Academy kommt unser Motorradnachwuchs so richtig in Fahrt. Hier entdecken die kleinen Racer die Welt des Motorsports und können zeigen, was in ihnen steckt. Das passt perfekt auf die Strecke des Fahrsicherheitszentrums Kaiserkuhle in Rüthen. Ein herzliches Dankeschön an unsere vielen ehrenamtlichen Helfer für ihr großes Engagement!“

Finja hat mittlerweile an Tempo zugelegt und dreht schon die dritte Runde. Sie gibt Gas, bremst, schaltet runter und legt sich dann in die Kurve. Es klappt alles wunderbar. Am Ziel angekommen, strahlt sie über beide Ohren. „Gas geben – das hat am meisten Spaß gemacht“, lacht sie. Mit ein bisschen Übung werden Finja und die anderen Teilnehmer das vielleicht auch bald auf den großen Rennstrecken dieser Welt im schicken Mini- oder Pocket-Bike machen können.

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