Mobilität im Wandel – 50 Jahre OC Verkehrsseminar in Lüdenscheid
Autoreninfo: Janine Lollert, ADAC Westfalen e.V.
Mit dabei waren auch Thomas Oehler, Vorstand für Technik, Verkehr und Umwelt, Clubsyndicus Klaus Baschek sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter des ADAC Westfalen.
Die Themenpalette war breit gefächert: Von Leichtfahrzeugen und der Fahrzeugklasse L5e über neue Markttrends aus China bis hin zu rechtlichen Neuerungen und Fragen der Verkehrssicherheit.
Bruno Görtz von Geparda stellte die Fahrzeugklasse L5e vor – kompakte Leichtautos, die schon von 16-Jährigen gefahren werden dürfen. Seine Botschaft: Sicherheit geht auch im Kleinformat. Die umgebauten VW Ups verfügen über Sicherheitssysteme wie Airbags, ESP und ABS – und sind durch ihre höhere Geschwindigkeit auch kein Verkehrshindernis und zudem verkehrssicherer als herkömmliche Leichtfahrzeuge.
Wie dynamisch sich die Automobilwelt derzeit verändert, machte André Marr von Indimo deutlich. Er räumte mit Vorurteilen gegenüber chinesischen Automarken auf und betonte, dass deren Fahrzeuge den europäischen Herstellern in puncto Sicherheit und Ausstattung längst das Wasser reichen können – und das zu deutlich günstigeren Preisen.
Auch das Thema Verkehrssicherheit kam nicht zu kurz. Hartmut Lehnert von der Schumann Prüf GmbH warf einen Blick auf die Car-Poser-Szene und erklärte, welche teuren und riskanten Folgen unzulässiges Tuning haben kann – angefangen beim Erlöschen der Betriebserlaubnis bis hin zu Abschleppkosten, Gerichtsverfahren und Führerscheinentzug.
Aktuelle Rechtsfragen beleuchteten außerdem Clubsyndicus Klaus Baschek und Rechtsanwalt Tim Rathner von der Kanzlei Fuchs & Kollegen, der zwei spannende Fälle aus dem Kfz-Recht mitgebracht hatte. Dirk Krüger, Verkehrsexperte des ADAC Westfalen, nahm die Chancen und Risiken von Leichtfahrzeugen unter die Lupe, während Guido Schröder vom AC Lüdenscheid die Wiegeaktion seines Ortsclubs vorstellte.
Die Vorträge boten reichlich Stoff für Diskussionen, sodass sich die Teilnehmenden im Anschluss intensiv austauschten, Fragen stellten und eigene Erfahrungen einbrachten – genau dieser offene Dialog macht den besonderen Reiz des Seminars aus.
Zwischen den Vorträgen blieb außerdem Zeit, die Fahrzeuge – wie den umgebauten VW Up als L5e – genau unter die Lupe zu nehmen und die Technik live zu begutachten. Und wer wollte, durfte sogar eine kleine Runde mit einem der Fahrzeuge drehen.
„Das OC Verkehrsseminar zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie vielfältig die themenplatte im Bereich Technik und Verkehr ist und wie wichtig der fachliche Austausch unserer Ortsclubs bleibt – gerade in Zeiten, in denen sich Mobilität so rasant verändert,“ so Thomas Oehler, Vorstand für Technik, Verkehr und Umwelt des ADAC Westfalen. „Dass wir dieses Format nun bereits zum 50. Mal gemeinsam gestalten, ist ein starkes Zeichen für Kontinuität, Kompetenz und Zusammenhalt beim ADAC Westfalen.“
Der zweite Seminartag stand – wie immer – im Zeichen der Gemeinschaft. Zum Jubiläum stand ein Ausflug ins Technik- und Panzermuseum Sauerland, auf dem Programm, wo die Teilnehmenden historische Fahrzeuge, Technik und Militärgeschichte hautnah erleben konnten. Ein spannender Perspektivwechsel – und der perfekte Abschluss eines besonderen Jubiläumsseminars.
Mit seinem gelungenen Mix aus Fachwissen, Austausch und Gemeinschaft hat das OC-Verkehrsseminar auch in seinem 50. Jahr eindrucksvoll gezeigt, warum es seit Jahrzehnten fester Bestandteil im Kalender des ADAC Westfalen Ortsclubs ist.
Und auch im nächsten Jahr - dann bereits zum 51. Mal - findet das OC Verkehrsseminar in Lüdenscheid statt: Am 6. und 7. November 2026
Freie-Vogel-Str. 393
44269 Dortmund

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