Jan Deitenbach ganz oben bei der SuperMoto IDM

Autoreninfo: Tobias Scheffel, ADAC Westfalen e.V.
Robert Pairan

In einem spannenden Finale der Internationalen Deutschen SuperMoto Meisterschaft konnte sich der Lizenznehmer des ADAC Westfalen Jan Deitenbach (Husqvarna) erstmals den Titel in der Top-Klasse S1 sichern. Im westfälischen Harsewinkel fiel bei regnerischen Bedingungen die Entscheidung zugunsten des Iserlohners knapp vor dem Dänen Simon Vilhelmsen und Steffen Albrecht (beide Husqvarna).

In einem spannenden Finale der Internationalen Deutschen SuperMoto Meisterschaft konnte sich der Lizenznehmer des ADAC Westfalen Jan Deitenbach (Husqvarna) erstmals den Titel in der Top-Klasse S1 sichern. Im westfälischen Harsewinkel fiel bei regnerischen Bedingungen die Entscheidung zugunsten des Iserlohners knapp vor dem Dänen Simon Vilhelmsen und Steffen Albrecht (beide Husqvarna).

Mit 12 Punkten Vorsprung auf den Dänen war Deitenbach zum Heimrennen seines Teams Bergos-Racing gereist. Am Trainings-Samstag sorgten zunächst immer wieder einsetzende Regenschauer für einen Reifenpoker. Bei Halbzeit im 20- minütigen Qualifying rutschte der Iserlohner dann in der schnellsten Kurve aus. Das Bike sprang nicht mehr an, und Deitenbach schob die Maschine über die halbe Strecke zurück in die Box. Dort fand man jedoch schnell den Fehler: eine gelöste Benzinleitung. Kurz vor Ablauf der Zeit schickte sein Team ihn zurück auf die Strecke. So konnte sich der Meisterschaftsleader in der letzten Runde immerhin noch Platz 5 in der Startaufstellung sichern. Kontrahent Vilhelmsen war auf 2, Albrecht auf Startplatz 3. Die Pole ging an Ex-Meister Marc-Reiner Schmidt (Honda).

Am Sonntag sorgte Dauerregen zumindest in Sachen Reifenwahl für eindeutige Entscheidungen. Beim Start zum ersten Rennen übernahm Vilhelmsen die Führung vor Schmidt. Deitenbach kam nur auf Platz 6 aus der ersten Kurve, gewann zwei Plätze in der Spitzkehre, und presste sich am Eingang zum Off-Road herzhaft an Albrecht vorbei auf Platz 3. Vorne zogen Schmidt und Vilhelmsen, die inzwischen die Plätze getauscht hatten, ihre Bahnen, während Deitenbach kontrolliert Platz 3 verteidigte. Entsprechend freute sich der Husqvarna-Pilot im Ziel, denn damit brachte er zehn Punkte Vorsprung auf den Dänen mit in den letzten Lauf. Bei einem Sieg von Vilhelmsen würde also Platz 6 reichen, bei Platz 2 sogar Rang neun.

Im letzten Rennen der Saison kam der Däne zwar wieder besser von der Linie, aber Schmidt übernahm schon in der zweiten Kurve die Spitze. Der Lizenznehmer des ADAC Westfalen hielt sich aus allem Getümmel heraus und fuhr wie nach Plan auf Platz 6 um die glatte Piste. Schmidt holte den Sieg deutlich vor Vilhelmsen. Deitenbach nahm am Ende, von seiner Box genau informiert, noch mehr Tempo heraus und lies noch einen Gegner vorbei. Und bei der Jubelpose auf der Zielgeraden schlüpfte ein weiterer Fahrer durch, aber das war letztendlich egal, Platz 8 reichte zum Titel!

Teams und Freunde feierten den neuen Titelträger mit Feuerwerk und Bengalos - Deitenbach revanchierte sich mit heftigen Burn-Outs.

„Endlich haben wir es geschafft! Danke an meine Familie, meine Sponsoren und mein tolles Team“, so Deitenbach glücklich auf dem Podium.

„So ganz kann ich es noch nicht glauben, aber ja, ich bin der neue Deutscher Meister. Doch dieser zweite Lauf war für mich gefühlt das längste Rennen meines Lebens.“

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