ADAC Westfalen begrüßt Engagement der Motorradfreunde

Autoreninfo: Tobias Scheffel, ADAC Westfalen e.V.
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Stellungnahme des Vorstands des ADAC Westfalen e.V. zu Fahrverbotsplänen des Bunderates und Demonstrationen dagegen

In der Freizeit mit seinem Motorrad unterwegs zu sein und den Alltag hinter sich zu lassen ist eines der höchsten Güter der Motorradfreunde. Diese Unabhängigkeit, der Genuss von Natur und Fahrtwind machen diese Leidenschaft so besonders.

Nun will der Bundesrat dieses Vergnügen aber deutlich beschränken: Motorrad-Fahrverbote an Sonn- und Feiertagen sollen eingeführt werden, neue Maschinen sollen deutlich leiser werden.

Der ADAC e.V. in München hat hier mit deutlichen Worten Position bezogen. In der Stellungnahme von ADAC Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand wird den Bundesrats- Plänen eine klare Abfuhr erteilt: "Nach unseren Kenntnissen ist die überwiegende Mehrheit der Motorradfahrer ordnungsgemäß unterwegs. Aufgrund einiger weniger „schwarzer Schafe“ Kollektivstrafen zu verhängen, wie sie etwa eine Streckensperrung darstellt, ist nicht angemessen."

Die gesamte Stellungnahme ist hier zu finden.

Auch der ADAC Westfalen e.V. spricht sich klar gegen pauschale Verkehrsverbote und kollektive Strafen aufgrund des Fehlverhaltens einiger weniger Raser und Lärmverursacher aus. Wir wollen verhindern, dass durch das Fehlverhalten Einzelner die große Gruppe der Motorradfahrer bei der Ausübung ihres Freizeitvergnügens eingeschränkt wird. Der ADAC Westfalen teilt die Position, dass Mobilität, Fahrspaß UND besserer Lärmschutz gleichzeitig möglich sind.

Die Pläne des Bundesrates sorgen momentan für viel Unmut. Dieser ist bei den Motorradfahrer*innen so groß, dass viele von ihnen dagegen demonstrieren möchten. Aus unserer Sicht ist das mehr als verständlich. Der ADAC Westfalen e.V. verweist hier auf Art. 5 des Grundgesetzes, der das Recht auf freie Meinungsäußerung garantiert. Für den Vorstand des ADAC Westfalens ist es absolut nachvollziehbar, wenn unsere Ortsclubs aus dem ADAC Westfalen an Demonstrationen gegen diese Pläne teilnehmen.

Gleichzeitig weist der ADAC Westfalen aber auch darauf hin, dass es bei der Teilnahme an genannten Demonstrationen keinerlei Verstöße gegen die geltenden Abstands- und Hygieneregelungen geben darf. Wir bitten unsere Mitglieder der Ortsclubs eindringlich, diese Regelungen zum Schutz der Gemeinschaft einzuhalten.

Wir begleiten das Thema im Interesse unserer Mitglieder und Motorradfans intensiv weiter und stehen hier natürlich auch jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

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