Die Delegation des ADAC Westfalen in Dresden anlässlich der ADAC Hauptversammlung 2018 (v.l.): Hartmut Lehnert, Thomas Frisse, Dr. Dominik Schwarz, Dirk Muddemann, Uwe Düchting, Mathias Schlömer, Marco Jeuschede, Bernd Kurzweg, Thomas Oehler, Klaus Hasenpusch, Günter Ziemann, Verena Jacquorie, Bernhard P. Jühe, Werner Kaessmann, Dr. Marc Hebenstreit, Günter Trunz, Jürgen Hieke und Gisbert Frisse

ADAC startet Mobilitätsoffensive

Autor: Dr. Peter Meintz, ADAC Westfalen e.V.

Der ADAC hat auf seiner Hauptversammlung in Dresden den Startschuss für eine umfassende Mobilitätsoffensive gegeben. „Wir machen Deutschland e-mobil“ lautet das Versprechen von Europas größtem Mobilitätsclub, seinen mehr als 20 Millionen Mitgliedern künftig attraktive Informations- und Serviceangebote sowie entsprechende Mitgliedschaftsleistungen und Produkte rund um alternative Antriebsformen, insbesondere Elektromobilität anzubieten (Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.adac.de/e-mobilitaet).

ADAC Präsident Dr. August Markl: „Mit unserer Mobilitätsoffensive werden wir einen Beitrag für mehr Gesundheits- und Klimaschutz in Deutschland leisten. Dazu gehören passgenaue Mitgliederangebote rund um die e-Mobilität, die wir sukzessive in den kommenden Monaten auf den Markt bringen. Wir packen die Zukunft an, gehen voran und laden alle Mitglieder und Kooperationspartner ein, uns auf diesem Weg zu begleiten.“

Die mehr als 200 Delegierten der 18 eigenständigen Regionalclubs diskutierten im Dresdner CongressCenter auch über die künftige Rolle und Positionierung des ADAC vor dem Hintergrund umfassender gesellschaftlicher und technologischer Veränderungen. Dr. August Markl: „Von Dresden geht das klare Signal aus, dass sich der ADAC verändert – vom Pannenhelfer zum Mobilitätshelfer. Dabei gilt es, unsere Stärken und Alleinstellungsmerkmale zu erhalten und weiterzuentwickeln, gleichzeitig jedoch auch um viele neue Kompetenzen, insbesondere in der digitalen Welt, zu erweitern. Der ADAC der Zukunft ist nicht nur auf der Straße für seine Mitglieder da, sondern auch im Alltag ein zuverlässiger und vertrauensvoller Partner für alle Fragen der persönlichen Mobilität.“ Zuvor hatte der neu gewählte VDA-Präsident Bernhard Mattes als Festredner der diesjährigen ADAC Hauptversammlung die strategischen Überlegungen der deutschen Automobilindustrie skizziert und sich einer intensiven Diskussion rund um das Thema Diesel gestellt.

Im Rahmen der Hauptversammlung des ADAC e.V. wurde auch über die Entwicklung im Geschäftsjahr 2017 berichtet. Dass der ADAC unverändert attraktiv ist, unterstreicht das weitere Wachstum bei der Mitgliederentwicklung. Im vergangenen Jahr konnte erstmals die Schallmauer von 20 Millionen Mitgliedern durchbrochen werden. Zum Stichtag am 31. Dezember 2017 vertrauten 20.178.569 Mitglieder auf den ADAC, das waren rund 559.000 Mitglieder mehr als ein Jahr zuvor. 71 Prozent davon waren ADAC Plus-Mitglieder.

Als Ausschüttung aus der ADAC SE an den Hauptgesellschafter ADAC e.V. wurden 2017 46 Millionen Euro vorgenommen. Dadurch konnte das negative Vereinsergebnis von fast 54 Millionen Euro auf minus 8 Millionen Euro verbessert werden (2016, um Ausnahmeeffekte bereinigt: -2,4 Mio. Euro). Nach Abzug des Beitragsanteils der 18 eigenständigen Regionalclubs und der Prämien für die ADAC Plus-Mitgliedschaft und den ADAC Unterwegsschutz verblieben beim ADAC e.V., München, für das Jahr 2017 Erlöse aus Mitgliedsbeiträgen in Höhe von 506 Millionen Euro und damit 16 Millionen Euro mehr als zwölf Monate zuvor. Für Leistungen der „Pannen- und Unfallhilfe“ wurden 2017 338,3 Millionen Euro ausgegeben, das waren 2,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Insgesamt verzeichnete der Mitgliederbereich des ADAC e.V. im Jahr 2017 ein Defizit in Höhe von 29,8 Millionen Euro. Verglichen mit dem Vorjahresdefizit (-25,8 Mio. Euro) entspricht das einem nochmaligen Rückgang um knapp vier Millionen Euro.

Dr. August Markl: „Gemessen an unserem Anspruch, dass sich ein Verein selbst tragen können muss, ist die unternehmerische Entwicklung des ADAC e.V. weiterhin alles andere als zufriedenstellend. Mit dem Zukunftsprogramm „Pole Position“ und den sich bereits in der Umsetzung befindenden Effizienzmaßnahmen haben wir begonnen, dieses strukturelle Defizit zu reduzieren. Wir sind noch nicht fertig und möchten alle, vor allem unsere Beschäftigten, auch weiterhin auf dem Weg mitnehmen. Deshalb ist unser Anspruch, bis zum Jahr 2020 alle Ziele zu erreichen.“


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