33. ADAC Ladermanufaktur Rallye Ostwestfalen

Autoreninfo: Wolfgang F. Pestel, AC-Oelde e.V.
Foto: Wolfgang Pestel

Die 33. Auflage des Rallyeklassikers ADAC Rallye Ostwestfalen am ersten September-Wochenende verspricht ein echtes Motorsport-Highlight zu werden.

Mit insgesamt 12 Meisterschaftsprädikaten ist die Rallye in diesem Jahr ausgestattet: Deutscher Rallye-Cup, ADAC Junior Rallye-Cup, Rallyemeisterschaften ADAC Ostwestfalen-Lippe, Weser-Ems, Hessen-Thüringen, Sachsen-Anhalt, Hansa, Nordrhein, Pirelli-Trophy 2026, Niedersächsische Automobil-Rallye-Meisterschaft, X-Ray-Trophy und Gassner Top-5 Trophy. So ist es nicht verwunderlich, dass die Veranstaltergemeinschaft in diesem Jahr wieder ein anspruchsvolles Starterfeld mit rund 68 Rallyefahrzeugen im Rallye-Headquarter auf dem Gelände der Firma Röhr in Mastholte begrüßen kann. 

Auf insgesamt drei schönen und selektiven Wertungsprüfungen, die jeweils zweimal gefahren werden müssen, werden sich die Teams messen. Zwei Wertungsprüfungen sind Rundkurse auf Asphalt mit jeweils ca. 16 km bzw. 8 km Länge. Die dritte Prüfung ist eine Start-Ziel-Prüfung mit ca. 12 km Länge und einem kurzen Schotteranteil. Zu den Favoriten auf den Gesamtsieg dürfte der zweifache Gesamtsieger von 2021 und 2023, Dennis Rostek, mit seinem Skoda Fabia R5 gehören. Auch der Vorjahressieger Christopher Gerhard bringt seinen Skoda R5 wieder an den Start. Aus den benachbarten Niederlanden werden gleich vier weitere Top-Teams mit konkurrenzfähigen Autos erwartet, die ein gewichtiges Wort mitreden wollen. Dieses möchte auch der heimische Ascona-400-Pilot Walter Gromöller aus Gütersloh, der den bei der Ypres Rallye in Belgien zerstörten Ascona 400 mit sehr viel Aufwand wieder komplett neu aufgebaut hat.

Als besonderes Highlight können sich die Zuschauer auf den fünffachen deutschen Rallye-Meister Marijan Griebel freuen, der als Vorauswagen an den Start gehen wird.

Bei der 5. ADAC-Retro-Rallye Ostwestfalen haben sich 34 Teams eingeschrieben. Sie stellen sich der Aufgabe, die Wertungsprüfungen nicht auf Bestzeit, sondern möglichst präzise nach einer vorgegebenen Sollzeit zu absolvieren. Das Team Rösemeier/Rösemeier wird versuchen, seinen Sieg aus dem vergangenen Jahr zu wiederholen. Dabei gibt es starke heimische Konkurrenz: Gleich fünf Teams des MSC Gütersloh stehen auf der Nennliste und werden alles daransetzen, dies zu verhindern. Auch der MSC Gütersloh wird sicherlich versuchen, den Mannschaftssieg aus dem vergangenen Jahr zu wiederholen. Auch hier können sich die Zuschauer auf einen besonderen Vorauswagen freuen: Burghard Brink wird den Lancia Stratos an den Start bringen.

Die Vorbereitungen für die diesjährige ADAC Rallye Ostwestfalen sind im grünen Bereich. Damit steigt auch bei der Veranstaltergemeinschaft, den Helferinnen und Helfern sowie den teilnehmenden Teams spürbar die Vorfreude auf das Rallye-Wochenende.

Wir haben mit dem Organisationsleiter der Rallye Ostwestfalen Heinz-Hermann Gertkamp und mit Walter Gromöller vor der Rallye gesprochen:

Herr Gertkamp, wie ist der aktuelle Stand der Vorbereitungen wenige Tage vor der Rallye?
„Wir sind mit den Vorbereitungen auf der Zielgeraden. Die Streckenplanung, das Rallye-Headquarter, die Einbindung der Helferinnen und Helfer sowie die Abstimmungen mit Behörden und Anwohnern laufen geordnet zusammen. Natürlich gibt es kurz vor dem Start immer noch viele Details zu klären, aber insgesamt sind wir im grünen Bereich.“

Was fordert das Organisationsteam in dieser Phase besonders?
„Jetzt kommt es darauf an, dass alle Bausteine zuverlässig ineinandergreifen: Sicherheitskonzept, Streckenposten, Zeitnahme, Dokumentenabnahme, technische Abläufe und die Kommunikation vor Ort. Das ist eine große Gemeinschaftsleistung, die nur funktioniert, weil viele erfahrene Helfer Verantwortung übernehmen.“

Welche Erwartungen haben Sie an die diesjährige Rallye Ostwestfalen?
„Wir erwarten eine sportlich sehr interessante Veranstaltung. Das Starterfeld ist stark besetzt, die Wertungsprüfungen sind anspruchsvoll und die Mischung aus Rallye und Retro-Rallye macht den besonderen Reiz aus. Wenn das Wetter mitspielt und alle Zuschauer die ausgewiesenen Bereiche nutzen, können wir uns auf attraktiven und sicheren Rallyesport freuen.“

Was möchten Sie den Teilnehmern und Fans mit auf den Weg geben?
„Den Teams wünsche ich eine faire, spannende und unfallfreie Rallye. Den Zuschauerinnen und Zuschauern möchten wir guten Motorsport bieten, verbinden das aber ganz klar mit der Bitte um Rücksichtnahme und Disziplin an den Strecken. Sicherheit hat für uns oberste Priorität.“

Herr Gromöller, wie groß ist die Vorfreude auf den Start bei der Rallye Ostwestfalen?
„Die Vorfreude ist natürlich sehr groß. Nach dem aufwendigen Neuaufbau des Ascona 400 ist es für uns etwas Besonderes, hier vor heimischem Publikum wieder an den Start zu gehen.“

Was bedeutet Ihnen diese Rallye persönlich?
„Die Rallye Ostwestfalen hat für mich einen besonderen Stellenwert. Viele Fans, Freunde und Unterstützer sind vor Ort, und genau das macht den Start hier so reizvoll.“

Mit welchem Ziel gehen Sie in die Veranstaltung?
„Nach drei zweiten Plätzen ist der Ehrgeiz natürlich groß, endlich auch den Siegerpokal zu Hause in die Vitrine zu stellen. Dann hätte sich der ganze Aufwand der vergangenen Wochen auch sportlich gelohnt“, formuliert der Lokalmatador sein Ziel für die Rallye.
 

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