Ente gut, alles gut – die 2. ADAC Classic Tour Westfalen

Autoreninfo: Tobias Scheffel, ADAC Westfalen e.V.
Foto: ADAC Westfalen e.V.

Morgens halb neun in Vreden. Die Sonne strahlt, der Chrom blinkt und so langsam wird es voll an der Rundsporthalle in Vreden.

Kurz vor dem Start nochmal durchschnaufen und entspannen. Für das Vater-Tochter Gespann Cilli und Rudolf Kühne nichts leichter als das. Wenn man die einzige Ente im Teilnehmerfeld hat, dann kennt man sich aus mit Gemütlichkeit.

Cilli erklärt: „Also Ente fahren ist, als wenn du fliegst, das ist das allgemeine, wie man das so kennt und sich auch anfühlt.“ Und Papa Rudolf ergänzt: „: Das ist so ein beruhigendes Gefühl, wenn man Ente fährt. Man muss dafür sein oder dagegen, dazwischen gibt es nichts.“

Um genau 10:01 Uhr geht es los. Bei der 2. ADAC Classic Tour Westfalen fällt auf: viele, die beim ersten Mal dabei waren sind auch dieses Jahr wieder am Start. Bernhard Wehling im Mercedes 220 SE Ponton meint: „Wir fühlen uns gut. Richtig gut. Ist ja auch leicht bei dem herrlichen Wetter und wir kennen das vom letzten Jahr noch, das war so toll organisiert. Wir freuen uns. Wir freuen uns auf einen schönen Tag.

Eigentlich sollte Touristik-Vorstand Thomas Frisse, genau wie 2020 hier den Start freigeben. Krankheitsbedingt fällt er leider aus, wird aber vom Vorstandsvorsitzenden Bernd Kurzweg würdig vertreten: „Ja das ist doch wunderbar, ich wäre sowieso gerne dabei gewesen, das passte eigentlich nicht von der Zeit, aber als Thomas Frisse krank geworden ist, bin ich natürlich eingesprungen. Das tut mir für ihn wirklich leid, denn er wäre natürlich unheimlich gerne heute hier. Bei diesem herrlichen Wetter heute ist es natürlich für alle ein Traum auf die Runde zu gehen und hier heute zu fahren, die Autos wieder auszuführen und einfach nur Spaß zu haben.“

Und dann geht es los von Vreden in Richtung Niederlande. Über wenig befahrene Landstraßen, vorbei an wunderschönen Wiesen, Feldern und Wäldern. Das Urteil zu Etappe 1 ist eindeutig. „Super! Alles gut gelaufen. Ja, es macht einfach Spaß!“ sagt Jutta Scholz in ihrem Mazda MX 5.

Nach so viel landschaftlicher Idylle müssen sich die Teilnehmer ihre Mittagspause am Pfannkuchenhaus in Lievelde noch verdienen. Die Aufgabe lautet genau 75 cm von diesem Hammer aus vorfahren. Gar nicht so leicht… vor allem wenn der Beifahrer sagt, wie weit man fahren soll.
Bei Jutta Scholz und ihrem Beifahrer Uwe Volmari hält der Wagen erst nach 1,34m an. Jutta Scholz ruft laut lachend: „Du hast es verkackt!“. Ihr Lachen hört man noch auf dem Parkplatz. 

Jetzt ist Zeit sich kurz zu erholen. Auch die Ente von Familie Kühne macht es sich auf der Wiese am Pfannkuchenhaus kurz bequem. Und dann wird bei Familie Dittrich im NSU Prinz 1000 C mit der Startnummer 45 klar, dass man so eine Tour aus ganz unterschiedlichen Gründen genießen kann, wenn man sie zum Familienausflug macht: „Nein, das ist kein alltäglicher Ausflug. Wir mussten die Kinder überreden überhaupt mitfahren zu wollen. Gut, wenn man nur hinten drinsitzt, ist natürlich ein bisschen langweilig für die Kinder. Aber im Großen und Ganzen haben wir viel Spaß. Die nächste Generation muss eben herangezüchtet werden.“, sagen Wencke und Peter Dittrich. 

Auch die Kinder finden, es hat sich gelohnt teilzunehmen… weil das Mittagessen sehr gut war. 

Etappe 2 führt dann gestärkt und wohl genährt auf einer Strecke von rund 60 Kilometern zurück in Richtung Vreden. Große Straßen braucht hier keiner- es darf gerne mal etwas robuster zugehen. Die Sonne strahlt immer noch. Um 15:30 Uhr heißt es in Vreden beim Zieleinlauf dann: durchfahren und genießen. Die wunderbaren Autos und der verkaufsoffene Sonntag locken die Menschen in Scharen an. Und bei denen, die das zweite Mal auf der Tour dabei waren, so wie Guido Sieben aus Viersen, ist das Fazit eindeutig: „Schöner – das Wetter im Vergleich zum letzten Jahr, mehr Stimmung hier auf dem Platz, der Streckenabschnitt in Holland war superschön, mal ein bisschen rumpelige Wege und nicht nur Asphalt. Toll gemacht!“

Strecke finden, Aufgaben bewältigen und Spaß haben - das war das Ziel der 2. ADAC Classic Tour Westfalen. Am besten hinbekommen haben das Gertrud und Armin Gierse mit der Startnummer 31. Sie sind Gesamtsieger des heutigen Tages: „Wir sind an sich absolut sprachlos. Wir haben mit allem gerechnet aber damit nicht. Die Tour war wirklich interessant, eine sehr schöne Gegend!“

Besser hätten wir es nicht sagen können. Und jetzt fehlt zum Happy End nur noch eins: genau, die happy Ente. Natürlich kommt auch sie wohlbehalten in Vreden an. Jetzt kann sie sich schonen. Bis nächstes Jahr dann die 3. ADAC Classic Tour Westfalen an den Start geht.
 

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